Die Bebauung der Jeetzelinsel in Lüchow

Drei Gebäude haben bis Anfang der 60er Jahre das Bild Lüchows entscheidend mit geprägt. Es handelt sich dabei um die Bebauung der Jeetzelinsel, die der Kanalisierung weichen musste.
Auf der Nordseite der Insel stand das markante Haus Lücking, auf der Südseite, von der Straße aus gesehen links, das Haus Pott´sche Erben und daneben die Gaststätte Niemann (genannt Fröhlings Marie).

Haus Lücking von Westen
Ansichtskarte aus dem Jahr 1902

Die bislang älteste Darstellung des Haus Lücking im Wendlandarchiv befindet sich auf einer Aufnahme von Carl Gerlach, fotografiert um 1900. (Abbildung links)

Haus Lücking - Blick von Südosten
Haus Lücking mit Personen

Zwei weitere Abbildungen des Hauses Lücking. Links ein Foto von Albert Sültemeyer, rechts eine Fotokarte aus dem Jahr 1912 mit Familie Lücking auf dem Balkon und Hausangestellten auf der Straße.

Die Werbebeschriftung lautet: Wilhelm Lücking, Spirituosen und Weinhandlung, Cigarren, Cigaretten, Tabak, Eigene Kaffeerösterei, Kolonialwaren.

Der Anteil an Ladenfläche, die auf der Aufnahme von 1912 noch die gesamte Breite des unteren Geschosses einnimmt, ist auf der Aufnahme von 1960/61 deutlich auf den Teil links vom Eingang reduziert.

Haus Pott´sche Erben - Ansicht von Osten

Das Haus Pott´sche Erben.

Fröhlings Marie - Ansicht von Westen
Das älteste Haus Lüchows

Auch die Aufnahme links datiert ungefähr aus dem Jahr 1900 und stammt ebenfalls von Carl Gerlach.

Auf einer Ansichtskarte (Chromolithographie) aus dem Jahr 1899 wird die Gaststätte Niemann, im Volksmund Fröhlings Marie genannt, als das älteste Haus Lüchows dargestellt.

Abriss Fröhlings Marie
Abriss Haus Lücking

Die Abrissarbeiten an den Häusern auf der Insel hat unter anderem der Lüchower Albert Sültemeyer in diversen aussagekräftigen, technisch gut gemachten Abbildungen festgehalten. Siehe Autor: Albert Sültemeyer. Auch Hermann Niemann hat den Zustand kurz vor dem Abriss und die Veränderungen in einem Fotoalbum mit eigenen Aufnahmen dokumentiert.

Zusammenstellung und Text: Torsten Schoepe, Februar 2014.