Neue Bildkommentare

Dieser erweiterten Form der Bildbearbeitung gegenüber bin ich grundsätzlich aufgeschlossen, habe auch selbst schon einiges experimentiert. Nach meiner Meinung ist der größte Gewinn, das Gezeigte leichter annehmen zu können. Die Farbe lässt uns eher einen Bezug aufbauen, wenn die Bilder noch bewegt werden, ist es wohl wie Zeitreise...all das begeistert. Bilder sind nun mal Illusionen, die durch Farbpunkte erzeugt werden. Der klare Nachteil für mich ist tatsächlich die automatisierte Interpretation der Farben. Bei diesem Bild kann man es leicht erklären, denn die authentischen Farben sind bekannt. Die zweite Person von links, Emmi Mente aus Küsten, trägt zur hohen Festtracht einen schwarzen Rock, der hier rot dargestellt wird. Die nächste Frau, Anneliese Subke, geb. Warnecke aus Köhlen, trägt eine rote Timpmütze, die hier als Zwidderform einer roten und goldenen Timpmütze gezeigt wird. Rechts Hanna Brünger, geb. Wiegrefe aus Güstritz, trug sehr ähnliche Sachen. Die Rockfarbe ist mir nicht mehr eindeutig bekannt. Im archivalischen Kontext ist eine Betrachtung sicher nicht ohne kritische Haltung möglich. Ich wünsche mir da, dass es verpflichtend wäre, KI-generierte Dateien als solche zu deklarieren, um spätere Falschdeutungen möglichst zu vermeiden. Ein kurzes Beispiel dazu: Aus der Jamelner Feuerwehr ist eine spontane Aufnahme während Feierlichkeiten im Jahr 1934 entstanden. Das gerahmte Foto ist im Original in einem sehr schlechten Zustand mit starken Fehlstellen und Wasserschaden. Nach der Kolorierung wurden beim ersten mal aus den Feuerwehrhelmen mit einem messingfarbenen Kamm teilweise Pickelhauben, aber farblich gut interpretiert. Im nächsten Step wurden aus den Pickelhauben dann teilweise komplett goldfarbene Helme. Der Impuls wäre wohl in den meisten Fällen, die tolle "Restaurierung" zu rahmen und, womöglich im Spritzenhaus, aufzuhängen. Und die meisten würden meinen: "Ach, das ist doch nur eine Kleinigkeit, sieht aber gut aus und das weiß doch keiner. Es wird auch nicht so wichtig sein." Puh...ich bleibe bei dem Wunsch nach Deklarationspflicht.
Hey Torsten, die Schieferwand am Haus Brünger war 1902 sicherlich auch nicht rot - aber ansonsten - sehr eindrucksvoll !
Bei diesem Motiv haben wir einen interessanten Bericht einer Kahnfahrt auf der Jeetzel und ihren Nebenarmen veröffentlicht und einen Link zu 8-mm Filmaufnahmen aus dem Jahr 1960, die diese Gewässer in Lüchow in ihrem ursprünglichen Zustand zeigen. Einige Baumaßnahmen der damaligen Jeetzel-Kanalisierung sind ebenfalls dokumentiert. Die Aufnahmen haben wir Ralf Behrens zu verdanken, der sie dem Wendland-Archiv zur Verfügug stellte.
Rechte Seite, erstes Haus, heute Sander, noch vor dem Aufstocken in Fachwerkbauweise.
Rechte Seite, erstes Haus, Schlachterei Schulz jetzt aufgestockt. Fünftes Haus, "Hospital" jetzt ohne Dachgiebel. Links, erstes Haus, Stellmacherei Baark, vor dem Anheben, Schwelle nach Fahrbahnerhöhung noch unter Niveau. Zwerchhaus noch nicht aufgesetzt.
Rechte Seite: - Erstes Haus, hier wurde um 1930 ein Zwerchhaus aufgesetzt. - Zweites Haus, Schlachterei Schulz, die Symetrie der Zwerchhäuser mit dem dritten Hause, links und rechts vom Notgang, wurde durch Aufstockung aufgehoben. - Sechstes Haus, ehemals u.a. Hospital, hier noch mit Dachgiebel.
Der Straßenneubau führt zu der absurden Situation, dass an beiden Enden der Hauptstraße die neue Fahrbahn für ein zügiges Befahren sich in Neigung begibt, sodass sich die Bürgersteige auf der jeweils erhöhten Seite zur Bebauung hin neigen und das Regenwasser nicht weg, sondern hin zur Bebauung geleitet wird, und, dass die Fahrbahn sich, noch in gerader Achse der Architektur schon frühzeitig in eine Kurvenlage begibt, was zur Folge hat, dass vor dem Forstamt und vor Horstmanns der Bürgersteig extrem schmal wird, und die Vibrationen durch LKW und Landwirtschaftliches Großgerät sehr direkt auf die Gebäude übertragen wird.
Hier sieht man noch die Hausbäume, gepflanzt von Heinrich Baark jun., die historisch nur auf der Nordseite der Hauptstraße und immer Zweck,- und Architekturgebunden in Höhe und Abstand standen. Die beiden linken Bäume wurden von mir nach jahrelanger Vorzucht in Absprache mit dem Amt für Denkmalpflege in Hannover ersetzt.
Links der Lenzener Weg runter in die Wiesen zur Seege hin. Das Gelände wurde bald für den Bau eines Feuerwehrhauses aufgehöht.
Ganz links die neue Werkstatt von 1933. Die drei stehen hier, wo sich die alte Werkstatt befand. Die Wagenschuppen wurden später ebenfalls umgebaut.
Die Kinder von Mathilde und Heinrich jun. in der Reihenfolge der Geburt: - Thyra, ging als "Mädchen" nach Berlin Friedenau in einen Haushalt, und heiratete in der Folge dort den Sohn des Hauses Färber. Nach dem Krieg lebten sie in Lüneburg. - Heinrich, als Nachfolger der Stellmacherei gedacht, starb im 2 Weltkrieg in Russland. - Wilhelm, starb ebenfalls im 2. Weltkrieg in Russland. - Lothar, ging ins Rheinland, nach Neuwied, und arbeitete dort bei Rasselstein. - Rudolf, machte nach dem Krieg noch den Meister, um die Stellmacherei zu übernehmen. Nach dem Niedergang des Handwerkes ging er ebenfalls ins Rheinland, arbeitet erst als Zimmermann, dann, nach einer Umschulung zum technischer Zeichner, bei der Kraftversorgung Rhein-Wied AG. Rudolf war verheiratet mit Else, geb.Goth aus Penkefitz. Sie bauten sich in Pleckhausen einen Bungalow. die Söhne sind Rudolf und Wolfgang (ich). Mein Bruder eröffnete nach der Wende mit seinem Partner ein ital. Eiscafé in Wittenberge, welches mehrfach vom Land Brandenburg ausgezeichnet wurde, und lebt jetzt (als Rentner) im Elternhaus in Pleckhausen. Ich, der Erbe des Gartower Besitzes, lebe, nach diversen Stationen, jetzt im von mir handwerklich restaurierten Haus in Gartow.
...und natürlich die Schwester Emma Baark, die, ein wenig gehbehindert, im Hause in einer kleinen separaten Wohnung unter dem Dach wohnen blieb und sich durch Schneiderarbeiten ernährte.
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