An der innerdeutschen Grenze

EJZ vom 9. August 1963

Scharfe Bewachung beim Zaunbau

Schnackenburg. Daß auf sowjetzonaler Seite Draht- und Minensperren gebaut werden, ist leider heute für niemanden mehr ein Grund zur Aufregung. Aber die Art, wie diese Sperren gebaut werden, hat jeden, der es an der Königsbrücke beobachtet hat — und das waren viele Fremdenverkehrsgäste des Gartow-Schnackenburger Gebietes —, erschüttert. Vom Stresower Brach bei Gummern bis zur Königsbrücke bei Kapern steht nun ein doppelter Stacheldrahtzaun. Er ist 20 bis 50 Meter hinter dem alten Grenzzaun mit dem Todesstreifen errichtet worden. Das freie Gelände an der Königsbrücke gestattete einen guten Einblick in die Arbeitsvorgänge.

Eine Pionierkompanie baute den Zaun, in jeder Gruppe bewachte ein Mann mit MP seine Kameraden; die Feldwebel waren außerdem mit Pistolen bewaffnet. Dahinter standen einige Schützenpanzerwagen mit schußbereiten Maschinengewehren. Vor dem Doppelzaun war zur bundesdeutschen Seite hin eine rote Leine gezogen. Auf dieser gekennzeichneten Linie waren MG-Doppelposten in Schützenlöchern, alle mit Feldstechern ausgestattet; einige Posten zusätzlich mit Hunden. Vor diesem MG-Doppelposten wiederum lief eine Doppelstreife mit aufgepflanztem Seitengewehr. Der Ausbau geht in Richtung Nienwalde weiter.
Unbekannter Ort
Herkunft:    Gerber
Quelle:  Torsten  Schoepe
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Innerdeutsche Grenze
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