Aufgenommen bei einer Radtour durch das Wendland 1974

Ortsangabe durch Frithjof Natho, dem der Rundwalm keine Ruhe gelassen hat. Er schreibt:
"Ein kleiner Ausflug mit meiner Tochter hat die Lösung gebracht:
Meetschow,
Dorfstraße 3, Vierständer von 1842."

Paul-Albert Voigt kommentierte am 21.10.2015
Das Haus dürfte aus der 2. Hälfte des 19. Jh. stammen. Der "Steckwalm" ist mit Reet gedeckt, die Dachfläche ist wohl schon mit Wellplatten versehen worden. Einen solchen mir bislang im Wendland noch nicht begegneten Walm kann man ja auch nicht mit Platten oder Pfannen eindecken, höchstens mit Blech. Vielleicht gab es im Wendland ja viel mehr davon, als die Dächer noch weich gedeckt waren. Zu sehen sind solche Walme heute nur noch auf der anderen Elbseite direkt hinter dem Deich....

Frithjof Natho kommentierte am 25.10.2015
In der Bergstraße von Vietze gibt es ein Haus mit diesem Rundwalm an beiden Giebeln. Erinnert an die "Schaumburger Mützen" der Bauernhäuser im Landkreis Schaumburg.
Eine Eindeckung mit Ziegeln ist problemlos möglich. Das Umändern von Rundwalm auf (Krüppel-)Walm halte ich für unwahrscheinlich, da die Konstruktionen sich deutlich unterscheiden.
Meetschow
Datum: 1974
Zeitraum: 1971 - 1980
Autor:  Horst  Löbert
Herkunft:  Horst  Löbert
Quelle:  Burghard  Kulow
Bauernhaus • Niederdeutsches Hallenhaus • Vierständerhaus
Archiv-ID: 22600
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