Seidenraupenzucht

Auf dem Schulhof der Mittelschule werden die Kokons verpackt.
Zwecks angestrebter wirtschaftlicher Autonomie hat das NS-Regime schon seit Mitte der Dreißiger Jahre zur Seidenraupenzucht aufgerufen.

Während des Krieges wächst der Bedarf an Seide, die unter anderem für Fallschirme benötigt wird. Schulen werden zur Produktion aufgerufen.
Die Lüchower Volks- und Mittelschule beteiligt sich. Die vorliegenden Fotos stammen aus der Schule in der Johannisstraße. Leider tragen sie kein Datum.
Seidenraupen ernähren sich ausschließlich von Blättern des Maulbeerbaums. Die Strauchform der Weißen Maulbeere wurde zu diesem Zweck in Parks und auf anderen öffentlichen Flächen als Hecken gepflanzt. Auf dem Foto sieht man eine solche Maulbeerhecke hinter den arbeitenden Schülerinnen. (Das Haus hinter der Hecke wurde später abgerissen und dort der Schulhof vergrößert.)
Lüchow
Johannisstraße
Zeitraum: 1933 - 1945
Quelle:  Irene  Burmeister
NS-Zeit • Schule (Bauwerk)
Archiv-ID: 29773
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